uavgDrohnen im Dienst von Wissenschaft und Gesellschaft

Vielfältige zivile Anwendungen von UAVs

 

UAVs (Unmanned Aerial Vehicles) sind hoch entwickelte Geräte mit breitem Anwendungsgebiet. Sie dokumentieren archäologischen Ausgrabungen, überwachen Naturgefahren (Hangrutschungen, Überflutungen, Vulkangebiete etc.) und werden für die Dokumentation von Kiesgruben und Baustellen eingesetzt. Sie machen Aufnahmen von Agrar- und Forstwirtschaftsflächen, übernehmen Mapping-Aufgaben oder werden im Katasterwesen in Kombination mit herkömmlichen Aufnahmeverfahren gebraucht.

Weltweites Interesse an UAVs

Die UAV-g 2011-Konferenz brachte 220 Wissenschaftler, Anwender, Behördenvertreter und Hersteller aus 30 Ländern an die ETH Zürich und auf den Flugplatz Birrfeld, um zu diskutieren, Beziehungen zu knüpfen und Schwerpunkte für die zukünftige Zusammenarbeit zu definieren. Sie brachten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse ein, präsentierten technische Neuerungen und formulierten Nutzerbedürfnisse. Der Schwerpunkt der UAV-g 2011 lag auf den Forschungsaktivitäten in verschiedenen Disziplinen: Künstliche Intelligenz, Robotik, Photogrammetrie, Vermessung, Computer Vision, Luftfahrtingenieurwesen. Im Hinblick auf die Geomatik wurde gezeigt, was „State of the Art“ ist und welche Herausforderungen in der Zukunft angegangen werden müssen, um UAVs noch erfolgreicher in der Geomatik einsetzen zu können.

 

Vielfältige Nutzung mit gesetzlichen Hindernissen

Roland Siegwart, Vizepräsident für Forschung und Wirtschaftsbeziehungen der ETH Zürich und Professor für autonome Systeme, sprach über  autonome Navigation und Positionierung, Kollisionsvermeidung und zeichnete den Trend zur Miniaturisierung von UAVs nach. UAVs können als bereits sehr hoch entwickelte Aufnahme- und Messplattformen für verschiedenste Anwendungen in Mapping und Monitoring eingesetzt werden. Allerdings ist ihr Betrieb durch gesetzliche Grundlagen noch eingeschränkt. Fluggeräte mit einem Gewicht von über 30 kg benötigen zum Beispiel in der Schweiz eine Genehmigung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL). Zudem dürfen im Allgemeinen Modell-Fluggeräte unter 30 kg nur in bestimmten Flughöhen und mit Sichtkontakt zum Back-up-Piloten operieren. Sie dürfen auch keine Personen überfliegen.

 

Packende Live-Demonstrationen

Fasziniert verfolgten die Fachleute die Live-Demos auf dem Flugplatz Birrfeld. Dort wurden unterschiedliche autonom fliegende Flugsysteme vorgestellt: Open-Source Systeme, Flächenflieger, Helikopter, Multikopter, Zeppeline und ein motorisierter Kite. Die drei besten Präsentationen erhielten den von Hexagon Technology Center/Leica Geosystems gestifteten „Most Innovative UAV Application and Demonstration - Award“. Das R-Pod System von senseFly, mit seiner flexiblen Einsetzbarkeit und dem geringem Gewicht für das Gesamtsystem (500g)  überzeugte die Jury. Ebenfalls sehr interessant ist der Ansatz des zweiten Preisträgers - der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft -, welche einen Quadrokopter vom Open-Source-Projekt Mikrokopter für die Rehkitzrettung einsetzt. Der dritte Preis ging an Ascending Technology für ihr Falcon 8 System.

 

 

Weiterentwicklungen werden bei der Nachfolge-Konferenz UAV-g 2013 in Rostock (Deutschland) vorgestellt werden.

 

Zusätzliche Informationen unter: http://www.uav-g.ethz.ch/ sowie bei

Dr. Henri Eisenbeiss, ETH Zürich, Institut für Geodäsie und Photogrammetrie

Telefon +41 44 633 32 87,

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Abbildung 1: UAVs, welche bei der Live-Demonstration vorgestellt wurden.

 

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Abbildung 2: Exhibition während der UAV-g Konferenz